Zehn neu gestaltete Räume, mehr als 150 Werke und sechs Jahrzehnte voller künstlerischer Umbrüche: Die Hamburger Kunsthalle ordnet ihre Sammlung der Moderne von 1900 bis 1960 neu. Unter dem Titel „This is the Modern World. Durchbrüche in der Kunst 1900–1960“ treffen bekannte Arbeiten auf jüngste Schenkungen und Neuerwerbungen.
Zu sehen ist die Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg. Sie richtet sich besonders an Menschen, die Expressionismus, Surrealismus, Abstraktion und die Hamburger Kunstgeschichte in einem größeren Zusammenhang erleben möchten. Ein konkreter Ausstellungszeitraum sowie Angaben zu Eintrittspreis und Buchung sind in der vorliegenden Information der Kunsthalle nicht ausgewiesen.
Zehn Räume verbinden Chronologie und neue Blickachsen
Die Neupräsentation folgt grundsätzlich der zeitlichen Entwicklung der Moderne, löst diese Ordnung aber immer wieder durch thematische Gruppen auf. Werke aus unterschiedlichen Orten und Jahrzehnten stehen dadurch miteinander in Beziehung. Im Mittelpunkt stehen Veränderungen in der Darstellung von Natur, Technik, Gesellschaft und menschlicher Existenz.
Die Auswahl reicht von den Künstlergruppen Brücke und Der Blaue Reiter bis zur École de Paris. Vertreten sind unter anderem Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Georges Braque und Pablo Picasso. Weitere Stationen bilden die frühe Moderne mit Edvard Munch und Paula Modersohn-Becker, die Abstraktion zwischen den Weltkriegen, René Magrittes Surrealismus, Christian Schads Neue Sachlichkeit und das Informel der Nachkriegszeit.

Die zehn Räume liegen innerhalb eines Museumsrundgangs durch acht Jahrhunderte Kunst. Wechselnd gezeigte Zeichnungen und Drucke aus dem Kupferstichkabinett sollen zusätzlich sichtbar machen, wie Künstlerinnen und Künstler arbeiteten und ihre Bildideen entwickelten.
Magritte, Beckmann und Rée bilden markante Fixpunkte
Zu den hervorgehobenen Neuerwerbungen gehört René Magrittes „Le palais de rideaux (Der Palast der Vorhänge)“ von 1928. Die Hamburger Kunsthalle erwarb das Schlüsselwerk des Surrealisten 2025. Es wird zusammen mit jüngsten Schenkungen und weiteren Zugängen präsentiert.
Eine besondere Rolle übernehmen Max Beckmann und Anita Rée. Von beiden sind zusammen rund 20 Werke vertreten. Ihre Arbeiten zeigen, wie unterschiedlich sich moderne Bildsprachen und künstlerische Selbstentwürfe innerhalb derselben Epoche entwickeln konnten.

Beckmanns „Selbstbildnis Florenz“ von 1907, die bislang teuerste Erwerbung in der Geschichte der Hamburger Kunsthalle, wird Rées „Selbstbildnis in Hittfeld“ von 1904 räumlich gegenübergestellt. Beide Bilder stammen aus frühen Karrierephasen. Gemeinsam mit weiteren stark voneinander abweichenden Porträts entsteht eine dicht gehängte Wand, zu der auch Karl Kluths „Selbst mit Melone“ von 1924 gehört.
Hamburg erscheint innerhalb einer internationalen Moderne
Eine eigene Galerie widmet sich Hamburger Künstlerinnen und Künstlern. Hafen- und Stadtansichten ergänzen dort die überwiegend internationale Präsentation um eine regionale Perspektive.
Zugleich verzichtet die Kunsthalle erstmals auf das übliche Etikett „Klassische Moderne“. Die neue Bezeichnung verweist auf die geplante Öffnung hin zu einer globaleren Kunstgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, nachdem die Sammlung bislang vorwiegend europäisch ausgerichtet war.

Die Neuordnung greift auch die wechselvolle Geschichte des Bestands auf. Der damalige Direktor Gustav Pauli baute die Sammlung ab 1914 aus, wurde jedoch 1933 von den Nationalsozialisten entlassen. 1937 verlor das Museum durch Beschlagnahmungen fast seinen gesamten Bestand moderner Malerei. Carl Georg Heise begann nach 1945, diese Verluste durch Erwerbungen auszugleichen und zuvor verfemte Kunst wieder sichtbar zu machen; Alfred Hentzen setzte den Wiederaufbau ab 1955 fort.
Diese Angaben sollten Besucher vorab prüfen
Als Veranstaltungsort ist die Hamburger Kunsthalle am Glockengießerwall bestätigt. Kuratiert wird die Neupräsentation von Toby Kamps, unterstützt von Angelina Isaak. Wer den Besuch plant, sollte den aktuellen Zeitraum sowie Eintritts- und Buchungsinformationen unmittelbar bei der Hamburger Kunsthalle prüfen, da diese praktischen Angaben im vorliegenden Ausstellungstext fehlen.
Quelle: Hamburger Kunsthalle – Ausstellungen
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Der Beitrag stützt sich auf die von der Hamburger Kunsthalle veröffentlichte Beschreibung der Neupräsentation.
- Ausstellungstitel, Veranstaltungsort und Adresse wurden aus der Originalquelle übernommen.
- Werkzahl, Raumzahl und vertretene Kunstströmungen wurden mit dem Ausstellungstext abgeglic...
- Die Angaben zur Magritte-Neuerwerbung sowie zu Max Beckmann und Anita Rée wurden anhand de...
- Fehlende Termin-, Preis- und Buchungsinformationen wurden ausdrücklich kenntlich gemacht.
- Quelle
- Hamburger Kunsthalle – Ausstellungen
- Umfang
- Hamburg
- Aktualisiert
- 2026-09-04 13:33
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