2026-09-17 Aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt.
Eine dreiköpfige, dunkelhäutige Gottheit mit sechs Armen vor einem Hintergrund aus lodernden Flammen.

Freunde der Kunst Ostasiens: Berlin zeigt seltene Leihgaben

Im Humboldt Forum in Berlin erinnert die Ausstellung „Freunde der Kunst Ostasiens“ an 100 Jahre Engagement für ostasiatische Kunst. Die Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst ist vom 16. September bis 7. Dezember 2026 in Raum 318, Bereich „Kunst aus Japan“, zu sehen. Sie richtet sich an Besucherinnen und Besucher, die sich für Kunst aus Japan, Sammlungsgeschichte und die Rolle von Fördervereinen im Museum interessieren.

Angaben zu Eintrittspreis, Buchung und festen Uhrzeiten nennt die Quelle nicht. Veranstalter ist das Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin.

108 Schalen und ein buddhistisches Rollbildfragment

Gezeigt werden Werke aus der eigenen Sammlung des Museums sowie Dauerleihgaben der Deutschen Gesellschaft für Ostasiatische Kunst. Zu den angekündigten Erstpräsentationen gehört eine Installation mit 108 Schalen der in Essen tätigen Keramikerin Young-Jae Lee.

Freunde der Kunst Ostasiens: Berlin zeigt seltene Leihgaben

Daneben zeigt das Museum das Fragment eines buddhistischen Rollbilds aus Japan aus dem 18. Jahrhundert. Es stellt den Weisheitskönig Gōzanze Myōō dar, einen Beschützer des Buddhismus, und gehörte ursprünglich zu einem Satz der Fünf Großen Weisheitskönige. Das Hängerollenfragment ist auf 1783 datiert und mit Tusche, Gold und Farben auf Seide ausgeführt.

Für die Präsentation wird das Fragment mit zwei weiteren Bildern aus dem ursprünglichen Zusammenhang zusammengeführt: Eines befindet sich in Privatbesitz, eines im Museum. Ergänzt wird die Auswahl durch japanische Holzschnitte, die Mitglieder schenkten, sowie Publikationen zur Geschichte des 1926 gegründeten Freundeskreises.

Freunde der Kunst Ostasiens: Berlin zeigt seltene Leihgaben

Ein Jahrhundert Unterstützung für Berlins ostasiatische Kunst

Die Gesellschaft für Ostasiatische Kunst, kurz GOK, wurde 1926 als erster Museumsfreundeskreis der 1906 gegründeten Ostasiatischen Kunstsammlung ins Leben gerufen. Diese Sammlung ist eine Vorläuferin des heutigen Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin.

Die Gesellschaft unterstützte das Museum mit Mitteln für Erwerbungen, Leihgaben aus dem Mitgliederkreis und als Veranstalterin bedeutender Präsentationen. Sie übernahm auch die Herausgeberschaft der „Ostasiatischen Zeitschrift“, als der Name ihres Mitherausgebers William Cohn wegen seiner jüdischen Herkunft nicht mehr genannt werden konnte. Die Ausstellung benennt den tiefen Einschnitt durch die nationalsozialistische Machtübernahme, den Holocaust, die Verfolgung jüdischer Mitglieder und die Kriegsfolgen für Museum und Gesellschaft.

Freunde der Kunst Ostasiens: Berlin zeigt seltene Leihgaben

Die 1990 gegründete Deutsche Gesellschaft für Ostasiatische Kunst knüpft an diesen ersten Freundeskreis an. Ihre Dauerleihgaben bilden einen zentralen Teil der Schau und machen sichtbar, wie bürgerschaftliches Engagement die Museumssammlung über lange Zeit mitgeprägt hat.

Besuch im Humboldt Forum bis Dezember

Die erste Präsentation läuft bis einschließlich 7. Dezember 2026 im Humboldt Forum, Raum 318 „Kunst aus Japan“. Ab dem 16. Dezember 2026 kündigt das Museum einen zweiten Teil an: Dann sollen aktuelle Neuerwerbungen des Jahres bis zum 1. März 2027 folgen.

Für die Ausstellung veröffentlicht die Quelle keine Angaben zu Uhrzeiten, Eintritt, Buchung, Barrierefreiheit oder Anreise. Weitere bestätigte Informationen stellt das Museum für Asiatische Kunst auf seiner Ausstellungsseite bereit.

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin – Aktuelle Ausstellungen

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