Am Samstag, 31. Oktober 2026, ist der Reformationstag in neun Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dort gelten die jeweiligen Feiertagsregeln; Geschäfte, Behörden und Verkehr sind am Wochenende ohnehin anders organisiert als an einem Werktag. Entscheidend ist der Wohn- oder Aufenthaltsort, denn der Reformationstag ist kein bundesweiter Feiertag.
In diesen neun Bundesländern gilt der Reformationstag
Der Feiertagsstatus umfasst 2026 die fünf Länder, in denen der Reformationstag traditionell gesetzlicher Feiertag ist, sowie die fünf norddeutschen Länder, die ihn seit 2018 ebenfalls begehen. Das sind:
- Brandenburg
- Bremen
- Hamburg
- Mecklenburg-Vorpommern
- Niedersachsen
- Sachsen
- Sachsen-Anhalt
- Schleswig-Holstein
- Thüringen
In den übrigen sieben Bundesländern – Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland – ist der 31. Oktober kein gesetzlicher Feiertag. Dort richtet sich der Tagesablauf nach den üblichen Regeln für einen Samstag.
Die Bundesbank führt Feiertage mit ihrer Geltung nach Bundesländern auf. Für verbindliche Details, etwa zu kommunalen Dienstleistungen oder Öffnungszeiten, sind zusätzlich die Informationen des jeweiligen Landes, der Kommune und des Betriebs maßgeblich.
Was der Feiertag am Samstag für Geschäfte und Behörden bedeutet
In den neun Feiertagsländern gelten am 31. Oktober die gesetzlichen Feiertagsregeln des jeweiligen Landes. Das kann Öffnungszeiten und erlaubte Tätigkeiten beeinflussen. Da der Tag 2026 auf einen Samstag fällt, sind viele Geschäfte und Behörden allerdings auch dort schon wegen des Wochenendes geschlossen oder nur eingeschränkt erreichbar.
Der Feiertagsstatus bedeutet daher nicht, dass jede Einrichtung zusätzlich zu einem normalen Samstag schließt. Für den Einkauf lohnt sich ein Blick auf die Öffnungszeiten des konkreten Geschäfts. Wer einen Behördengang plant, sollte prüfen, ob die zuständige Stelle Samstagsbetrieb hat und ob sie Feiertage gesondert behandelt. In den sieben Ländern ohne gesetzlichen Feiertag gelten die allgemeinen Samstagsregelungen; auch dort können einzelne Behörden und Geschäfte geschlossen sein.
Für Banken und Zahlungsverkehr kann der Feiertagskalender ebenfalls relevant sein. Die Bundesbank weist Feiertage nach ihrer regionalen Geltung aus. Ob ein konkreter Zahlungsvorgang, eine Filiale oder ein Dienst betroffen ist, hängt jedoch vom jeweiligen Angebot und den dafür geltenden Bedingungen ab.

Busse, Bahnen und Straßenverkehr: Der Ort macht den Unterschied
Für Busse und Bahnen gibt es keine einheitliche bundesweite Sonderregel allein wegen des Reformationstags. Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen legen ihre Fahrpläne fest. In Feiertagsländern kann ein Feiertagsfahrplan gelten; weil der 31. Oktober 2026 ein Samstag ist, kann der tatsächlich angebotene Fahrplan zugleich dem Samstagsverkehr entsprechen.
Vor der Fahrt sollten Reisende den Fahrplan für die konkrete Linie und das Datum prüfen. Das gilt besonders für Verbindungen über Landesgrenzen hinweg: Eine Fahrt kann durch ein Feiertagsland und ein Land ohne Feiertagsstatus führen, während einzelne Verkehrsunternehmen unterschiedliche Fahrpläne verwenden.
Auch für den Straßenverkehr folgt aus dem Reformationstag keine bundesweit einheitliche Sperre oder Sonderregel. Maßgeblich sind die allgemeinen Verkehrsregeln und mögliche örtliche Anordnungen. Wer am Feiertag auf bestimmte Dienstleistungen oder Einrichtungen angewiesen ist, sollte deren eigene Hinweise prüfen.
Warum der 31. Oktober an Martin Luther erinnert
Der Reformationstag erinnert an den Beginn der Reformation und ist mit Martin Luther verbunden. Der Überlieferung zufolge veröffentlichte Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen Missstände in der Kirche. Der oft erzählte Thesenanschlag an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg gehört zur historischen Tradition.
Wie genau die Thesen verbreitet wurden und ob Luther sie persönlich an die Kirchentür schlug, ist historisch nicht in allen Einzelheiten gesichert. Sicher ist, dass seine Kritik und die anschließende Verbreitung der Thesen eine Debatte auslösten, die die Kirche und die europäische Geschichte nachhaltig prägte. Der Feiertag verweist damit auf einen längeren historischen Prozess, nicht nur auf eine einzelne Szene.
Die Länder, in denen der Tag gesetzlicher Feiertag ist, geben der Erinnerung auch einen festen Platz im öffentlichen Kalender. Für den Alltag am 31. Oktober 2026 bleibt die praktische Orientierung einfach: Feiertagsstatus im eigenen Bundesland prüfen und bei Geschäften, Behörden sowie Verkehrsunternehmen die konkreten Samstagsinformationen nachsehen.
Quelle: Deutsche Bundesbank
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Der Feiertagsstatus unterscheidet sich nach Bundesland; die genaue Überlieferung des Thesenanschlags von 1517 ist historisch nicht in allen Einzelheiten gesichert.
- Feiertagsstatus des Bundeslands prüfen
- Öffnungszeiten einzelner Geschäfte und Behörden nachsehen
- Fahrplan für Linie und Datum beim Verkehrsunternehmen prüfen
- Quelle
- Deutsche Bundesbank
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-10-26 08:46
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