2026-09-06 Aktuelle Nachrichten aus Deutschland und der Welt.
Ein elegantes, historisches Gebäude umgeben von üppigem Grün und einer asphaltierten Straße.

Grant Mooneys „sum“ in Mönchengladbach bis September

Vom 29. März bis 20. September 2026 zeigt das Museum Abteiberg in Mönchengladbach die Ausstellung „GRANT MOONEY sum“. Nach Angaben des Museums ist sie die erste Museumsausstellung des US-amerikanischen Künstlers Grant Mooney in Europa. Zu sehen ist sie in der Abteistr. 27, 41061 Mönchengladbach.

Die Ausstellung dürfte besonders Menschen ansprechen, die sich für zeitgenössische Skulptur, Konzeptkunst und die Wirkung ungewöhnlicher Materialien interessieren. Eintrittspreise, Buchungs- oder Anmeldebedingungen, allgemeine Öffnungszeiten sowie Angaben zu Anreise und Barrierefreiheit werden in der vorliegenden Ausstellungsinformation nicht genannt und sollten vor dem Besuch direkt beim Museum geprüft werden.

Eine Einzelausstellung öffnet sich anderen Generationen

„sum“ beginnt bei Grant Mooneys eigener skulpturaler Praxis, bleibt jedoch keine klassische Einzelausstellung. Mooney setzt seine Arbeiten in Beziehung zu Objekten aus der Sammlung des Museum Abteiberg, ausgewählten historischen Werken und Positionen weiterer zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.

Zur generationsübergreifenden Konstellation gehören unter anderem Arbeiten von Joseph Beuys, Hanne Darboven und Jannis Kounellis. Gemeinsam zeichnen sie nach, wie sich der Umgang mit künstlerischen Materialien seit den 1960er-Jahren verändert hat. Gewicht, Dichte und Masse erscheinen dabei nicht als unverrückbare Eigenschaften, sondern als Zustände, die von Wärme, biochemischen Prozessen oder atmosphärischen Veränderungen beeinflusst werden.

Das Material ist in dieser Ausstellung kein stiller Werkstoff, der lediglich eine vorgegebene Form annimmt. Es wirkt selbst an der Entstehung von Form und Bedeutung mit. Materielle, körperliche und gedankliche Kräfte greifen ineinander – ein Ansatz, der den Rundgang stärker als Geflecht von Beziehungen denn als Abfolge einzelner Objekte erscheinen lässt.

Luft, Wärme und Metall werden zu Mitspielern

Besonders anschaulich wird dieser Gedanke in Mooneys Installation „sphere music“. Im Zentrum steht eine vom Künstler entworfene Harfe auf dem Dach des Museums. Sie wird nicht durch Berührung gespielt, sondern durch die Bewegung der Luft in Schwingung versetzt. Ein normalerweise unsichtbarer Einfluss erhält dadurch eine wahrnehmbare Wirkung.

Auch Schmelzen, Gießen, Schweißen, Löten und Schneiden gehören zu den Verfahren, die „sum“ zusammenführt. Hinzu kommen Kräfte wie Energie, Schwerkraft und Magnetismus. Sie bestimmen die physische Welt, bleiben häufig jedoch unsichtbar – in der Ausstellung beeinflussen sie ausdrücklich die Formen und die Anordnung der Werke.

Mooneys Beschäftigung mit Wärme und Kälte führt außerdem zu Joseph Beuys. Fett interessiert ihn nicht allein wegen seiner sozialen Bedeutung, sondern als physikalisch wirksamer Stoff, der Energie speichern, Wärme erhalten und an körperlichen Reparaturprozessen beteiligt sein kann. Das Museum stellt diesen Ansatz in Beziehung zu Beuys’ „Unschlitt/Tallow“ von 1977, dessen Rückstände zwischen 1982 und 1996 im Museum Abteiberg zu sehen waren, sowie zu dessen „Fettecken“ und „Fettwinkeln“.

Grant Mooney arbeitet als Silberschmied und mit Metallen. Der Wechsel zwischen Kälte und Wärme wird bei ihm zum Träger von Veränderung. Materialien können sich lösen, umformen oder auf äußere Kräfte reagieren; Absicht und Zufall wirken an den sichtbaren Ergebnissen gleichermaßen mit.

Eine neue Werkgruppe zwischen London und Mönchengladbach

„sum“ wurde gemeinsam von Kuratorin Alke Heykes und Grant Mooney entwickelt. Die Ausstellung umfasst auch eine neue Werkgruppe, die von der Chisenhale Gallery in London und dem Museum Abteiberg beauftragt und produziert wurde.

Diese Arbeiten waren zuvor vom 26. September bis 7. Dezember 2025 in der Londoner Ausstellung „sphere music“ zu sehen. In Mönchengladbach treten sie nun in einen erweiterten Dialog mit der Museumssammlung und weiteren künstlerischen Positionen. Gefördert wird das Projekt von der Kunststiftung NRW und der Hans Fries-Stiftung.

Drei Führungen im August und September

Für den Spätsommer nennt das Museum drei Führungstage mit insgesamt vier Terminen:

Datum Führungszeiten
Sonntag, 2. August 11:30 und 15:30 Uhr
Sonntag, 6. September 15:30 Uhr
Sonntag, 13. September 11:30 Uhr

Die letzte im Ausstellungstext angekündigte Führung findet am 13. September statt. „GRANT MOONEY sum“ bleibt anschließend noch bis zum 20. September im Museum Abteiberg, Abteistr. 27 in Mönchengladbach, zu sehen.

Quelle: Museum Abteiberg Mönchengladbach – Ausstellungen

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