Am 4. September 2026 bringt Masha Pryven ihre Lecture-Performance „Zeug*innen der Zeit“ in die Kunsthalle zu Kiel. Die Veranstaltung dauert von 19:00 bis 21:00 Uhr und richtet sich besonders an Menschen, die sich für zeitgenössische Kunst, Fotografie und künstlerische Formen der Kriegszeugenschaft interessieren. Ein Eintrittspreis oder Buchungsweg ist in der Ankündigung der Kunsthalle nicht genannt.
Dada-Soundpoesie trifft dokumentarische Kunst
Im Zentrum des Abends stehen die Arbeit des Künstlerkollektivs Open Group und Pryvens eigene künstlerische Praxis. Die Künstlerin ordnet „Repeat After Me II“ in einen kunsthistorischen Zusammenhang ein und verbindet dabei zwei Entwicklungslinien: die Soundpoesie der Dada-Avantgarde aus den 1920er-Jahren und die kulturelle Entwicklung des Begriffs Zeug*innenschaft seit dem 20. Jahrhundert.
Diese Verbindung bildet das Gerüst für den von der Kunsthalle als affektiv und zugleich dokumentarisch beschriebenen Ansatz der Open Group. Die Lecture-Performance behandelt damit nicht nur fertige Kunstwerke. Sie fragt auch danach, wie Erfahrungen von Krieg bezeugt, vermittelt und mit künstlerischen Mitteln dokumentiert werden können.
Stimmen aus der Ukraine werden Teil der Aufführung
Ein weiterer Schwerpunkt ist Pryvens fortlaufende Arbeit „This Crime Is Not Worth Poetry“. Sie entsteht gemeinsam mit Beteiligten, die eigene Zeugnisse an der Schnittstelle des Konfessionellen, Profanen und Poetischen verfassen.
Während der Veranstaltung präsentiert Pryven diese Zusammenarbeit mit einigen Co-Autorinnen, die digital aus der Ukraine zugeschaltet werden. Ihre Teilnahme macht den kollaborativen Entstehungsprozess unmittelbar sichtbar: Das Publikum begegnet nicht allein Pryvens Einordnung, sondern auch den Stimmen von Menschen, die als Mitautorinnen an der Arbeit beteiligt sind. Die Veranstaltung findet in deutscher und ukrainischer Sprache statt.
Masha Pryvens kollaborative Praxis
Masha Pryven wurde 1988 in Luhansk in der Ukraine geboren. Nach ihrem Studium in Kyjiw studierte sie von 2009 bis 2011 als Fulbright-Stipendiatin Vergleichende Literaturwissenschaft an der Washington University in St. Louis. Seit 2014 lebt sie in Berlin und absolviert an der Universität der Künste den Masterstudiengang „Art in Context“.
Ihre überwiegend fotografische Praxis untersucht die Schnittstelle zwischen öffentlichem und privatem Raum. Pryven arbeitet kollaborativ und lädt unterschiedliche Gruppen zur Mitautor*innenschaft ein. Für „Alphabet of War“ erhielt sie einen Förderpreis. Das daraus hervorgegangene Buch mit Zeitzeugenberichten, Fotografien und Interviews wurde 2025 unter anderem auf der Leipziger Buchmesse präsentiert.
Termin und Hinweise für den Besuch
- Veranstaltung: „Lecture-Performance Zeug*innen der Zeit“
- Künstlerin: Masha Pryven
- Datum: 4. September 2026
- Uhrzeit: 19:00 bis 21:00 Uhr
- Ort: Kunsthalle zu Kiel
- Sprache: Deutsch und Ukrainisch
- Eintritt und Buchung: In der Ankündigung nicht angegeben
Auch eine genaue Adresse, Anreisehinweise und Angaben zur Barrierefreiheit enthält die veröffentlichte Ankündigung nicht. Vor dem Besuch empfiehlt sich deshalb ein Blick auf die Veranstaltungsseite der Kunsthalle zu Kiel, die zugleich die Quelle der Veranstaltungsinformationen ist.
Quelle: Kunsthalle zu Kiel – Veranstaltungen
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Quellenprüfung Quellennachweis
Termin, Veranstaltungsort, Sprachen und Programminhalte wurden mit der Ankündigung der Kunsthalle zu Kiel abgeglichen.
- Datum und Veranstaltungszeit mit der Ankündigung abgeglichen
- Kunsthalle zu Kiel als Veranstaltungsort bestätigt
- Digitale Zuschaltung von Co-Autor*innen aus der Ukraine bestätigt
- Fehlende Preis-, Buchungs- und Anreiseangaben kenntlich gemacht
- Quelle
- Kunsthalle zu Kiel – Veranstaltungen
- Umfang
- Kiel
- Aktualisiert
- 2026-09-04 13:42
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