Von der Internet-Fusion-Redaktion · 8. Oktober 2026
Der Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober kann ein Anlass sein, hohe Arbeitsbelastung früh anzusprechen. Beschäftigte müssen dafür weder eine Diagnose kennen noch warten, bis sie gar nicht mehr können. Ein ruhiger Termin, konkrete Beobachtungen und eine Bitte um Entlastung erleichtern den Einstieg.
Vor dem Gespräch: Zwei Beobachtungen und eine Bitte notieren
Hilfreich ist, zunächst bei der Arbeitssituation zu bleiben: Welche Aufgaben häufen sich? Was lässt sich in der verfügbaren Zeit kaum noch erledigen? Wie wirkt sich das auf Konzentration, Pausen oder Feierabend aus? Einzelne Anzeichen sagen nichts Verlässliches über eine psychische Erkrankung aus. Für ein Gespräch über Arbeitsbedingungen reichen konkrete Beobachtungen dennoch aus.
Notieren Sie außerdem, welche Änderung kurzfristig helfen könnte. Das kann eine geklärte Priorität, eine verschobene Frist oder Unterstützung bei einer bestimmten Aufgabe sein. Eine überschaubare Bitte macht es dem Gegenüber leichter, verbindlich zu reagieren.
Einen ruhigen Termin wählen und bei der Arbeitssituation bleiben
Bitten Sie Ihre Führungskraft um ein Gespräch unter vier Augen, statt das Thema zwischen zwei Terminen anzuschneiden. Wenn die direkte Führungskraft selbst Teil des Problems ist oder ein Gespräch dort nicht möglich erscheint, kommen je nach Betrieb auch Personalabteilung, Betriebsrat oder eine andere Vertrauensperson infrage.

Ein Einstieg könnte lauten: „Mir fällt auf, dass ich die Aufgaben der vergangenen Wochen regelmäßig nur mit Überstunden schaffe. Können wir besprechen, was zuerst erledigt werden muss?“ Bleiben Sie bei Beispielen und Ihrer Bitte. Sie entscheiden selbst, welche persönlichen oder gesundheitlichen Angaben Sie teilen möchten.
Fragen Sie zum Schluss nach einem konkreten nächsten Schritt: „Welche Aufgabe kann diese Woche warten?“ oder „Wer kann mich bei diesem Projekt unterstützen?“ Halten Sie die vereinbarte Änderung und einen Termin zur Rückmeldung fest. Falls keine Entlastung möglich ist, fragen Sie, wer über Prioritäten oder zusätzliche Unterstützung entscheiden kann.
Unterstützung in Deutschland finden
Ein Gespräch im Betrieb kann Belastung verringern, ersetzt bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden aber keine fachliche Beratung. Eine Hausarztpraxis kann eine erste Anlaufstelle sein. Auch betriebsärztliche Angebote können helfen, sofern sie im Unternehmen verfügbar sind.
Wer vertraulich mit jemandem sprechen möchte, findet die aktuellen Kontaktwege der TelefonSeelsorge auf deren Website. Bei akuter Gefahr für sich selbst oder andere ist sofortige Hilfe nötig: Wählen Sie in Deutschland den Notruf 112. Der nächste sinnvolle Schritt im Arbeitsalltag ist kleiner: Vereinbaren Sie einen Gesprächstermin und nehmen Sie Ihre zwei Beobachtungen und eine konkrete Bitte mit.
Quelle: Weltgesundheitsorganisation
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Quellenprüfung Einordnung und Hilfe
Die Weltgesundheitsorganisation nennt den 10. Oktober als Welttag der psychischen Gesundheit; aktuelle Kontaktwege für Unterstützung stehen auf der Website der TelefonSeelsorge.
- Der Anlass und sein Datum wurden mit der Seite der Weltgesundheitsorganisation abgeglichen...
- Für die TelefonSeelsorge wird auf die Website mit den aktuellen Kontaktwegen verwiesen.
- Die Gesprächsbeispiele dienen der Vorbereitung und stellen keine Diagnose dar.
- Quelle
- Weltgesundheitsorganisation
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-10-06 10:15
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