Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September erinnert daran: Sepsis ist eine schwere Komplikation einer Infektion und kann sich schnell verschlechtern. Wer plötzlich sehr krank wirkt, verwirrt ist, Atemnot hat oder sich nach einer Infektion deutlich schlechter fühlt, sollte unverzüglich medizinische Hilfe organisieren. Bei akuter Gefahr gilt in Deutschland: Notruf 112.
Warum Sepsis rasche Abklärung braucht
Bei einer Sepsis reagiert der Körper auf eine Infektion in einer Weise, die Organe belasten kann. Das Bundesministerium für Gesundheit informiert über Sepsis als schwere Komplikation einer Infektion. Entscheidend ist nicht, selbst eine Diagnose zu stellen, sondern eine auffällige Verschlechterung ernst zu nehmen und medizinisch abklären zu lassen.
Eine Infektion kann beispielsweise im Zusammenhang mit einer Lungenentzündung, einer Harnwegsinfektion, einer Wunde oder nach einer Operation auftreten. Auch wenn die Ursache zunächst unklar ist, zählt bei starken Beschwerden der zeitnahe Kontakt zu medizinischem Fachpersonal.
Diese Warnzeichen sollten nicht abgewartet werden
Ein einzelnes Symptom beweist keine Sepsis. Besonders aufmerksam sollten Betroffene und Angehörige aber werden, wenn Beschwerden plötzlich auftreten oder rasch zunehmen:
- ungewöhnlich starkes Krankheitsgefühl oder ausgeprägte Schwäche
- Verwirrtheit, Benommenheit oder auffällige Orientierungslosigkeit
- Atemnot oder deutlich beschleunigte Atmung
- Schüttelfrost, hohes oder ungewöhnlich niedriges Fiebergefühl
- kalte, fleckige oder auffallend blasse Haut
- deutliche Verschlechterung während oder nach einer bekannten Infektion
Bei Säuglingen, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem können Beschwerden anders oder weniger eindeutig wirken. Gerade dann ist eine vorsichtige Einschätzung sinnvoll.
Wann 112 und wann ärztliche Hilfe sinnvoll sind
Rufen Sie 112, wenn akute Atemnot, Bewusstseinsstörungen, starke Verwirrtheit, eine rasche dramatische Verschlechterung oder eine andere unmittelbar bedrohliche Situation vorliegt. Bleiben Sie bei der betroffenen Person, wenn dies gefahrlos möglich ist, und nennen Sie dem Rettungsdienst bekannte Infektionen, Vorerkrankungen und eingenommene Medikamente.
Bei Beschwerden ohne unmittelbare Lebensgefahr, die aber neu, stark oder zunehmend sind, sollte noch am selben Tag ärztlicher Rat eingeholt werden. Außerhalb der Sprechzeiten kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 eine Anlaufstelle sein; bei Zweifel über die Dringlichkeit ist 112 die richtige Nummer.
Welt-Sepsis-Tag: Aufklärung kann den Unterschied machen
Der World Sepsis Day wird jährlich am 13. September von der Global Sepsis Alliance begleitet. Sein Anliegen ist, Wissen über Sepsis und ihre möglichen Warnzeichen breiter zugänglich zu machen. Für Angehörige kann es hilfreich sein, Veränderungen konkret zu beschreiben: Wann haben die Beschwerden begonnen, was hat sich verändert und bestand zuvor eine Infektion?
Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung und keine Untersuchung. Bei einem ernsten Verdacht oder einer akuten Verschlechterung sollte nicht auf eine Online-Einschätzung gewartet werden.
Quelle: Global Sepsis Alliance
Kontext und Aktionen Über diesen Artikel
Quellenprüfung Medizinischer Hintergrund
Die Hinweise stützen sich auf Informationen der Global Sepsis Alliance und des Bundesministeriums für Gesundheit.
- World Sepsis Day findet jährlich am 13. September statt.
- Sepsis kann eine schwere Komplikation einer Infektion sein.
- Bei akuter Gefahr in Deutschland den Notruf 112 wählen.
- Quelle
- Bundesministerium für Gesundheit: Sepsis
- Umfang
- Deutschland
- Aktualisiert
- 2026-09-13 11:30
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